{"id":599,"date":"2016-02-08T12:57:19","date_gmt":"2016-02-08T12:57:19","guid":{"rendered":"http:\/\/thomaskroeger.net\/?p=599"},"modified":"2023-06-21T14:24:09","modified_gmt":"2023-06-21T14:24:09","slug":"blankensee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thomaskroeger.net\/de\/blankensee\/","title":{"rendered":"In den S\u00f6llen"},"content":{"rendered":"<p>Das Haus in den S\u00f6llen liegt etwas au\u00dferhalb des kleinen Dorfes Blankensee. Es liegt allein und nach S\u00fcden offen zur bis zum Horizont reichenden, h\u00fcgeligen Bl\u00fchwiese. Nach Osten und Westen gruppieren sich Obstb\u00e4ume, welche das Haus r\u00e4umlich sch\u00f6n fassen. In den das Haus umgebenden Wiesen und Feldern liegen die S\u00f6lle wie Inseln eingebettet. S\u00f6lle sind rundliche Kleingew\u00e4sser innerhalb von meist trichterartigen Gel\u00e4ndehohlformen, die als Reste der eiszeitlich gepr\u00e4gten Grundmor\u00e4nenlandschaft der Uckermark typisch sind. Auch an den westlich angrenzenden Obstgarten liegt ein Soll von hohen Pappeln flankiert, welche im Sommer herrlich im Wind rauschen. Weiter im Osten liegt die alte, bis auf die Grundmauern abgetragene Ruine der Scheune. Sie wird in den kommenden Jahren mit in den Garten integriert.<\/p>\n<p>Das ehemalige Bauernhaus mit seinen vielen kleinen Zimmern, Nutzr\u00e4umen und einer Stallung wurde zu einem Ferienhaus umgebaut. Die typologische Einfachheit der H\u00fclle sollte beibehalten, jedoch ihre geschlossene Fassade in die Landschaft ge\u00f6ffnet werden. Die \u00fcberraschende r\u00e4umliche Abfolge von introvertierter Diele zur offenen Wohnhalle und ihrer angeschlossenen Zimmer, sollte zum einen das r\u00e4umliche Gef\u00fcge in der Benutzung inszenieren, als auch das Naturerlebnis in die R\u00e4ume hinein holen.<\/p>\n<p>Das Haus wird \u00fcber den ehemaligen Stalleingang erschlossen, welcher ebenerdig liegt. Die im Grundriss hexagonale Diele empf\u00e4ngt den Besucher in einem \u00fcberraschenden Raum, welcher die anliegenden Bereiche, Garderobe, Bad und Kammer jeweils zentral erschlie\u00dft und gliedert. Von hieraus gelangt man \u00fcber wenige Stufen in die Wohnhalle, deren Traufseiten nach S\u00fcden und Norden g\u00e4nzlich in die Landschaft und zum Bauerngarten ge\u00f6ffnet sind. Der im Norden liegende und mit Hecken und Stauden angelegte Bauerngarten, wird vom Wohnraum schauend vom Tageslicht beschienen. So wird die Bl\u00fctenfarbigkeit und das Geflatter der Schmetterlinge besonders sch\u00f6n in Szene gesetzt. An den Giebelseiten des Raumes befindet sich der offene Kamin und vis-\u00e0-vis die K\u00fcche. Der Vorbereich des Kamins ist \u00fcber drei Stufen abgesenkt zu erreichen. Er nimmt die schon bekannte Form des Hexagons auf und bietet dem am Feuer sitzenden eine intime, gesch\u00fctzte Situation im ansonsten offenen Raum. Die Lehne des die Feuerstelle rahmenden Sofas, dient als Bank und l\u00e4sst das Sofa so von beiden Seiten benutzen. Die K\u00fcche nimmt das Thema der Feuerstelle auf und bietet Platz f\u00fcr ein geselliges Zusammenkommen. Nach Westen schlie\u00dft sich ein Schlaf- und Arbeitszimmer mit niedriger, h\u00f6lzerner Decke an. Die der Wohnhalle verwandte Fenster\u00f6ffnung gibt den Blick in den Obstgarten und zum Soll frei. \u00dcber eine Au\u00dfentreppe gelangt man von hier in den Garten und zu den Kellerr\u00e4umen, wo sich die Heizzentrale und Lagerfl\u00e4chen f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse befinden. Im Dachgeschoss befinden sich zwei weitere Schlafzimmer, eines \u00fcber dem Obstgartenraum und eines \u00fcber der Diele, welche \u00fcber eigene Treppen zu erreichen sind. Die Schlafzimmer verf\u00fcgen jeweils \u00fcber ein WC mit Waschtisch. Das westliche Zimmer ist etwas kleiner und verf\u00fcgt \u00fcber ein Doppelbett, w\u00e4hrend das \u00f6stliche Zimmer \u00fcber vier Schlafpl\u00e4tze verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Die monochrome, erdige Farbigkeit der unterschiedlichen Materialien des h\u00f6lzernen Dachtragwerks, den Lehm geputzten Wandfl\u00e4chen und den gebrannten Tonkacheln bestimmt ma\u00dfgeblich die ruhige Atmosph\u00e4re des Hauses. Lediglich die Treppen zu den Schlafzimmern und die Zimmer selbst sind in geseiften, m\u00e4rkischen Dielenb\u00f6den ausgef\u00fchrt. Die Ein- und Ausbauten sind weitestgehend analog in den konstruktiven Materialien wie zum Beispiel gebeizter, s\u00e4gerauer Douglasie ausgef\u00fchrt. Das innere des Hauses wirkt wie ein Passepartout f\u00fcr die intensive, wechselnde Farbigkeit der umgebenden Natur.<\/p>\n<p>Der Sockel des Hauses besteht aus Feldstein mit einem aufgesetzten Ziegell\u00e4ufer. Nach Norden ist er g\u00e4nzlich in Ziegelmauerwerk ausgef\u00fchrt, was aus einer fr\u00fcheren Erweiterung des Geb\u00e4udes resultierte. Die Fassade ist in Waschputz ausgef\u00fchrt. Dem Waschputz sind fein gemahlene, rote Ziegelzuschl\u00e4ge und helle Zuschl\u00e4ge aus Feldstein beigemischt. Der Grundton ist Schiefergr\u00fcn. Dieser Farbton entspricht exakt der Dachdeckung aus Zinkblech, welche mit Kupferanteilen angereichert ist. Das Haus ist trotz seiner differenzierten Materialien auch von au\u00dfen monochrom gehalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Haus in den S\u00f6llen liegt etwas au\u00dferhalb des kleinen Dorfes Blankensee. Es liegt allein und nach S\u00fcden offen zur bis zum Horizont reichenden, h\u00fcgeligen Bl\u00fchwiese. Nach Osten und Westen gruppieren sich Obstb\u00e4ume, welche das Haus r\u00e4umlich sch\u00f6n fassen. In den das Haus umgebenden Wiesen und Feldern liegen die S\u00f6lle wie Inseln eingebettet. 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